Das Jahr 2025 war für die Jugendsozialarbeit (JaS) an der Grund- und Mittelschule Odelzhausen geprägt von einer engagierten Begleitung von Kindern und Jugendlichen in einem zunehmend komplexen Umfeld. Die Angebote wurden von Lehrkräften, Eltern und Schüler:innen gut angenommen und deckten ein breites Themenspektrum ab – von individueller Einzelfallhilfe bis hin zu gruppenbezogenen Projekten.
Schwerpunkte der Arbeit
Ein zentraler Fokus lag auf der Sicherung von Bildungschancen, insbesondere für Kinder, deren Teilhabe gefährdet war. In enger Zusammenarbeit mit dem mobilen sonderpädagogischen Dienst, den Familien und externen Partnern wie der Eingliederungshilfe (§35) wurden Hilfeprozesse begleitet und passgenaue Unterstützungsangebote vermittelt. Besonders herausfordernd war die Arbeit mit Kindern aus belasteten Familien, etwa bei Trennungs- und Scheidungskonflikten oder sozialen und erzieherischen Herausforderungen. Ein weiterer Schwerpunkt waren Konflikte im schulischen Umfeld, sei es zwischen Mitschüler:innen oder mit Lehrkräften.
Herausforderungen und Rahmenbedingungen
Die Arbeit der JaS sah sich mit strukturellen Hürden konfrontiert: Unzureichende Infrastruktur, lange Wartezeiten und fehlende Unterstützungsangebote erschwerten die Umsetzung von Maßnahmen. Zudem belastete die aktuelle wirtschaftliche Lage viele Familien, was deren Handlungsspielraum einschränkte und zusätzliche Herausforderungen für die Kinder mit sich brachte.
Trotz dieser Rahmenbedingungen konnte die Einzelarbeit mit den Kindern weiter gestärkt werden. Im Mittelpunkt standen dabei die Stärkung des Selbstwertgefühls, die Förderung der Impulskontrolle und ein adäquater Umgang mit Konflikten. Besonders bewährt haben sich bildhafte Methoden wie die Arbeit mit Tierfiguren oder Gefühlsmonsterkarten, die den Kindern einen niedrigschwelligen Zugang zu ihren Emotionen ermöglichten – ohne dass dabei viel Sprache nötig ist.
Einzelfallhilfe und Krisenbewältigung
Die Beratungsthemen in der Einzelfallhilfe waren vielfältig und reichten von Ängsten, Suizidgedanken und selbstverletzendem Verhalten über sexuelle Gewalt und Mobbing bis hin zu Einsamkeit. Viele Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern zögerten zunächst, sich Unterstützung zu holen – aus Angst oder Scham. Doch wer den Schritt wagte, war im Nachhinein erleichtert. Rückmeldungen wie „Dass Sie mir zugehört haben“, „Dass Sie Zeit für mich haben“ oder „Dass Sie mir helfen, das Chaos in meinem Kopf zu sortieren“ zeigten, wie wertvoll die Begleitung für die jungen Menschen war.
Ausblick
Trotz knapper Ressourcen in der Hilfelandschaft bleibt das Ziel, für die Kinder und Jugendlichen eine „kleine Friedensinsel“ zu sein – ein Ort, an dem sie in schwierigen Zeiten Halt finden und gemeinsam mit der JaS Lösungsschritte entwickeln können.


Sabine Brenninger
Jugendsozialarbeit Grund- und Mittelschule Odelzhausen
Telefon: 08134 555480
Mobil: 0151 40438770
sabine.brenninger@kjr-dachau.de

Sandra Walden-Pawelka
Jugendsozialarbeit Grund- und Mittelschule Odelzhausen
Telefon: 08134 555481
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