Ein neues Kapitel
Im Juli 2025 wurde die Jugendsozialarbeit in Bergkirchen erweitert: Neben der bestehenden Stelle an der Mittelschule startete Frau Lieder als Jugendsozialarbeiterin an der Grundschule. Während Frau Kehl weiterhin die Mittelschule betreut, ist Frau Lieder für die Grundschule zuständig. Schon zu Beginn zeigte sich, wie gut das Angebot angenommen wird – Kinder, Lehrkräfte und Eltern reagierten offen und interessiert.


Was macht die Jugendsozialarbeit?
Jugendsozialarbeit an Schulen unterstützt Kinder und Jugendliche dabei, ihre persönliche, soziale und schulische Entwicklung zu stärken. Im Jahr 2025 lag der Schwerpunkt an der Grundschule Bergkirchen vor allem auf Einzelfallberatung, sozialpädagogischer Gruppenarbeit und der Kooperation mit schulischen und außerschulischen Partnern.
Das Beratungsangebot richtete sich an alle Kinder, die in einem vertraulichen Rahmen über persönliche oder familiäre Themen sprechen wollten. Häufig standen Konflikte im sozialen Umfeld, familiäre Belastungen, Freundschaft, Medien, der Umgang mit Emotionen oder herausforderndes Verhalten im Mittelpunkt.
Auch Eltern und Lehrkräfte nutzten die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen beraten zu lassen. Besonders in der Grundschule zeigte sich ein hoher Bedarf an Elternarbeit – viele suchten aktiv das Gespräch, um gemeinsam gute Wege für ihre Kinder zu finden.
Vertrauliche Gespräche im Mittelpunkt
Im Fokus der Arbeit stand die Einzelfallberatung, also die individuelle Begleitung einzelner Schülerinnen und Schüler. In ruhiger und wertschätzender Atmosphäre konnten sie über ihre individuellen Anliegen sprechen. Dabei hatte die Schweigepflicht stets oberste Priorität: Informationen wurden nur mit ausdrücklichem Einverständnis, mit Auftrag oder im Rahmen des gesetzlichen Kinderschutzauftrags weitergegeben.
Kooperationen und Zusammenarbeit
Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrkräften und der Schulleitung war ein zentraler Baustein der Arbeit. Regelmäßige Gespräche halfen, Unterstützungsbedarfe früh zu erkennen und gezielt zu handeln. Die Schweigepflicht sowie die Freiwilligkeit des Angebots standen dabei stets an oberster Stelle.
Auch die Kooperation mit dem Jugendamt und anderen Fachstellen der Jugendhilfe war ein wichtiger Bestandteil, insbesondere bei der Umsetzung des Schutzauftrags gemäß § 8a SGB VIII.
Herausforderungen und Erfolge
Das Jahr 2025 brachte deutlich spürbare psychosoziale Herausforderungen mit sich. Viele Kinder standen vor emotionalen Belastungen, Unsicherheiten im sozialen Umfeld und familiären Spannungen. Dies wirkte sich merklich auf das Schulverhalten und ihr allgemeines Wohlbefinden aus. Hier bot die Jugendsozialarbeit wichtige Orientierungshilfe. Durch kontinuierliche Begleitung und passgenauen Beratungs- und Unterstützungsangebote gelang es, Handlungskompetenz zu stärken, Selbstvertrauen zu fördern und Halt zu geben.
Ein besonderes Highlight war das von der Mittelschule auf die Grundschule ausgeweitete, niedrigschwellige Pausenangebot im JaS-Büro – ein geschützter Ort, an dem Kinder einfach vorbeikommen, sich austauschen oder neue Freundschaften knüpfen konnten. Dieses offene Angebot war weiterhin ein wichtiger Beitrag zur Förderung des sozialen Miteinanders.
Ausblick
Für das kommende Jahr ist der weitere Ausbau präventiver Angebote und die Vertiefung der Netzwerkarbeit geplant, um die bestmögliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu fördern.
Zudem wird die Zusammenarbeit zwischen der Jugendsozialarbeit an Grund- und Mittelschule weiter intensiviert. So können Übergänge nach der vierten Klasse fließend gestaltet werden. Damit unterstützt und begleitet die Jugendsozialarbeit in Bergkirchen Kinder, Eltern und Lehrkräfte kontinuierlich und langfristig – mit einem klaren Ziel: Kinder in ihrer Entwicklung ganzheitlich zu fördern.

Kontakt:
Michelle Lieder
08131 366013
michelle.lieder@kjr-dachau.de
Grundschule Bergkirchen